Wo liegt das Périgord überhaupt?

Im Südwesten Frankreichs, begrenzt von Atlantik und Pyreneen, findet man die schon seit römischer Zeit so bezeichnete Region Aquitanien. Das nördlichste der fünf aquitanischen Départements ist das Périgord. Wenn Sie nun auf einer Karte der französichen Départements danach suchen, werden Sie es aber nicht finden. Bei der Einteilung Frankreichs in die einzelnen Départements
wurden diese oft nach Flüssen benannt. Und so ist "Périgord" die alte Bezeichnung für jenes Gebiet, das heute offiziell als "
Dordogne " bezeichnet wird, nach dem größten Fluss, der es durchzieht.

Schlagworte

"Ein Land, um das Leben zu Versüßen, Erbe einer glänzenden Vergangenheit, Welthauptstadt der Prähistorie, Provinz der 1001 Schlösser, Hochburg der Gastronomie und eine 2000 Jahre alte Weinbautradition, Gelobtes Land des Kultur- und Naturtourismus..."
Schlagworte aus einem Tourismus-Katalog und dennoch Bilder, die beim Gedanken an das Périgord spontan aufkommen.

In der Tat, das Périgord pflegt eine bestimmte Kunst zu leben. Sie beruht vor allem auf der hervorragenden Küche, der Echtheit der immer noch bewahrten Traditionen und auf der Reichhaltigkeit von Kultur und Landschaft. Nach Paris ist die Dordogne das Département mit dem größten Reichtum historischer Denkmäler. Und so ist die Dordogne nach der Region Paris das am meisten besuchte Département Frankreichs. Mehr als eine Millionen Touristen kommen pro Saison! Und dafür gibt es genug Gründe, die alle aufzuzählen unmöglich wäre. Vielleicht kann man einfach sagen, das Périgord ist ein Wunder an Farben, Reizen und landschaftlichen Vielfältigkeiten. Mit seinen Schönheiten der Natur, seinen Grotten, seinen alten Felsen und Gegenden verdient es das Périgord ohne jeden Zweifel, zu den schönsten touristischen Zielen überhaupt gezählt zu werden.

Périgord

Flauschig und grün: das Périgord.

Die Top-Ten im Périgord

Was schaut sich der Besucher im Périgord am liebsten an? Im Jahr 2003 waren dies die beliebtesten zehn Ziele:

  • 01 - Die prähistorische Höhe Lascaux II
  • 02 - Die Burg Castelnaud
  • 03 - Village du Bournat
  • 04 - Die Schlucht von Proumeyssac
  • 05 - Roque St Christophe
  • 06 - Die Burg Beynac
  • 07 - Gärten und Schloss Eyrignac
  • 08 - Le Thot
  • 09 - Grotte du Grand Roc
  • 10 - Das Prähistorische Nationalmuseum in Eyzies

 

Klima und Reisezeit

Aufgrund des atlantischen Einflusses ist es zu allen Jahreszeiten relativ mild. Trotzdem sind deutliche Minusgrade im Winter keine Seltenheit. Im Frost kristallisieren dann die aufsteigenden Nebel aus Tälern und Flußniederungen an Bäumen und Stäuchern zu faszinierenden Rauhreifgebilden. April und Mai sind regenreiche Monate. Da das Klima aber maritim geprägt ist und meist von der Küste her ein leichter Wind weht, gibt es eigentlich jeden Tag auch immer Sonnenschein. Die Sommer sind mit über 30º C recht heiß. Die zahlreichen Flüsse sorgen aber des Nachts für eine deutliche Abkühlung. Auch der September ist einer der regenreichsten Monate. Und sorgen die ausgedehnten Wälder im Frühling und Sommer für dieses unglaubliche Grün des Périgords, verwandeln sie dieses im Herbst in ein farbenprächtiges Schauspiel.

Vor allem wegen der Touristenscharen im Juli und August sollte man diese Monate für einen Urlaub im Périgord vielleicht besser meiden. In der Nebensaison von Mai bis Juni oder im Spätsommer von Ende August bis Mitte September kann man die landschaftlichen und kulturellen Sehenswürdigkeiten in Ruhe genießen und findet leichter und vor allem weitaus günstiger eine Unterkunft.