Domme - "Akropolis des Périgord"

Der kleine Ort (knapp 1000 Einwohner) wurde 1283 von Philipp dem Kühnen in sehr exponierter Lage auf einem Felsen 150 Meter hoch über der Dordogne gegründet. Um gegen die Engländer gewappnet zu sein, bot es sich an, die Siedlung als Bastide anzulegen.

Domme gilt als eine der am besten erhalten Bastiden, mit Strassen nach streng rechtwinkligem Muster, Stadtmauern und Stadttoren. Einzig der für eine Bastide vorgeschriebene rechteckige Grundriss mußte zugunsten der landschaftlichen Gegebenheiten als Trapez aufgegeben werden.

Domme entdecken

Es bietet sich an, auf dem großen Parkplatz an der Place de la Rode zu parken. Früher wurden auf diesem Platz die zum Tode verurteilten gerädert, heute läßt sich von hier aus das hübsche Städtchen entdecken. Man schlendert die Grand Rue hinauf, in der sich viele kleine Lädchen befinden, in denen kunsthandwerkliche Produkte und die Spezialitäten der Region verkauft werden.

Domme: Grand Rue

Spezialitätengeschäft in der Grand Rue mit Wachhund

Von der Markthalle in die Grotten

Am Ende der Grand Rue gelangt man auf die Place de la Halle. Hier befindet sich im Maison du Gouverneur das Fremdenverkehrsamt. Gegenüber liegt die Markthalle aus dem 17. Jahrhundert, die zum Eingang in die berühmten Grotten umfunktioniert wurde.

Es handelt sich um mehrere Tropfsteinhöhlen, die durch teils sehr niedrige Gänge miteinander verbunden sind. Im Sommer ist es hier auf jeden Fall angenehm kühl. Fotografieren ist in den Grotten leider verboten, aber die Führung ist trotzdem lohnenswert. Nachdem die letzte Höhle mit ihren teilweise zusammengewachsenen Stalagmiten und Stalaktiten mit einer kleinen Lightshow effektvoll in Szene gesetzt wurde, fährt man mit einem Panoramaaufzug den Felsen hinauf.

Über den Spazierweg "Promenade des Falaises" gelangt man dann zum Aussichtspunkt "Belvedère de la Barre", an den sich wieder die Grand Rue anschließt. Das Panorama ist grandios und wird vom Guide Michelin mit drei Sternen bewertet. Der Blick schweift von Beynac im Westen bis zum Cingle de Montfort im Osten.

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