Castelnaud nach dem Hundertjährigen Krieg

Der Hundertjährige Krieg war zu Ende und Brandelis de Caumont begann mit dem Wiederaufbau seiner Burg. Castelnaud bekam ein zeitgemäßeres Aussehen und wurde wesentlich erweitert. In der Nähe wurde sogar ein hübsches Herrenhaus im Renaissance-Stil errichtet: das Schloss von Milandes.

Milandes ist heute ebenfalls ein Magnet für Touristen, war es doch einige Zeit das Domizil von Josephine Baker.

Da Castelnaud keine strategische Bedeutung mehr hatte, konnte es immer weiter zu einer wohnlichen Residenz umgebaut werden. Der imposante Artillerie-Turm, der erst um 1520 errichtet wurde, hatte z. B. überhaupt keine Funktion mehr, außer mächtig und imposant zu wirken.


Verfall und Wiederaufbau von Castelnaud

Bis zum 20. Jahrhundert passierte dann weiter nichts mehr. Die Caumonts, immer noch Besitzer der Burg, zogen erst Schloss Milandes als Wohnsitz vor, später noch eine andere Burg in der Nähe von Bergerac.

Castelnaud verfiel. Nach der französischen Revolution wurde es immer schlimmer, weil sich die Bewohner der Umgebung dort mit Steinen versorgten. Schließlich blieb nur wenig mehr als ein Haufen Schutt von der einstmals so mächtigen Burg übrig.

1966 wurde dem Verfall zum Glück ein Ende gesetzt. Castelnaud wurde als Historisches Monument klassifiziert. Umfangreiche Restaurierungsarbeiten wurden in zwei Abschnitten von 1974 bis 1998 durchgeführt. Einige Teile der eingestürzten Burg wurden rekonstruiert, andere wurden nur vor einem weiteren Verfall geschützt, weil es keine genaue Kenntnis über den Originalzustand gab.

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