Die Burg von Beynac

Wohl niemand, der sich im touristisch attraktiven Schwarzen Périgord aufhält, kann sich dieser Burg wirklich entziehen. Aneinandergereiht liegen die schönsten Dörfer und Sehenswürdigkeiten an der Landstrasse D 57, die sich dicht am rechten Dordogne-Ufer entlangzieht.

Und eben dort, ca. 20 km südöstlich von Sarlat, liegt im gleichnamigen Ort die Burg von Beynac. Schon von weitem sieht man die Silhouette der Burg. Sie wirkt wie ein schweres Schiff aus Stein, das auf einem von der Erosion zerklüfteten Felsen ankert. Man versteht, warum diese mittelalterliche Burg von Beynac als die schönste Frankreichs bezeichnet wird:

Ähnlich wie die Burgen am Rhein domimiert sie den Fluss. Doch von melancholischer Rheinromantik ist hier keine Spur. Hier herrscht eine Stimmung der Heiterkeit und Kühnheit, die durch das strahlende Licht, den warm-goldenen Schimmer der gelben Kalksteinmauern und die Spiegelungen des Dorfes im grünen Wasser der Dordogne hervorgerufen wird.

Chateau de Beynac

Blick auf die Burg von Beynac von der D 57

Wechselvolle Geschichte

Einst war Beynac neben Biron, Bourdeilles und Mareuil eine der vier Baronien des Périgord. Einer der Herren war Adhemar III, der sich 1147 aufmachte, um am Zweiten Kreuzzug teilzunehmen. Als er bei dieser Unternehmung starb, bemächtigte sich Richard Löwenherz als Herzog von Aquitanien und Lehnsherr von Beynac der Burg. Er gab sie seinem brutalen Söldnerführer Mercardier zum Lehen, dessen Mannen das Land in Angst und Schrecken versetzten und es im Auftrage Englands verwüsteten. Zu dieser Zeit nannte man die Burg unter der Bevölkerung sogar die "Arche Satans". Später, 1214 während der Albigenserkreuzzüge, wurde die Burg von Simon de Montfort geschleift. Da aber die Familie von Beynac unter dem Schutz des französischen Königs stand, gewährte Phillip der Schöne ihr die Burg weiterhin als Lehen. Daraufhin wurde der heute noch erhaltene Neubau der Burg geschaffen.

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Das Kapitel Beynac: